Zahlen machen Leute - o2 mit positiver Bilanz

Telefónica O2 Germany hat seine Berichtszahlen für das erste Halbjahr 2010 vorgelegt und die stehen dem integrierten Anbieter für Mobilfunk, DSL und IPTV gut zu Gesicht: Das Telekommunikationsunternehmen vermeldete einen Gesamtumsatz von 2,3 Milliarden Euro.
Seit dem 16. Februar 2010 gehört der Hamburger DSL- und Kommunikationsanbieter HanseNet zum Unternehmen. HanseNet konnte im Zeitraum von Januar bis Juni 765.000 Mobilfunk-Neukunden gewinnen und damit das Kundenwachstum aus dem ersten Quartal beschleunigen. Insgesamt hatte Telefónica O2 Germany Ende Juni 18,7 Millionen Mobilfunk- und DSL-Kunden.
René Schuster, CEO von Telefónica O2 Germany, sagte zum operativen Ergebnis, das sich im ersten Halbjahr um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 532 Millionen Euro erhöhte: "Das gute Ergebnis zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg zu einem führenden integrierten Telekommunikationsanbieter in Deutschland sind. Wir gewinnen Marktanteile von unseren Wettbewerbern dazu." Allein im ersten Halbjahr hat der Konzern 2,6 Milliarden Euro in Deutschland investiert, darunter 1,4 Milliarden für neue Mobilfunkfrequenzen sowie 900 Millionen für den Kauf von HanseNet.
Telefónica O2 Germany profitierte im ersten Halbjahr weiterhin vom Trend zu mobilen Datendiensten und internetfähigen Smartphones. Durch Angebote wie O2 o, neue iPad-Tarife sowie ein erfolgreiches Partnergeschäft konnte das Unternehmen den hohen Kundenzuwachs vom ersten im zweiten Quartal mit 407.000 Neukunden fortsetzen.
Die Zahl der Mobilfunkkunden erhöhte sich im Halbjahr um 765.000 auf 16,3 Millionen - davon hatten 8,3 Millionen Prepaid-Verträge und 7,9 Millionen Postpaid-Verträge. Mit den neuen Kooperationspartnern Kabel BW, NetzClub, Lidl und Real konnten das Partnergeschäft sowie die Vertriebskanäle für O2 Mobilfunkprodukte weiter ausgebaut werden. Die Service-Umsätze, die sich aus den reinen Mobilfunk- Dienstleistungen zusammensetzen, wuchsen ebenfalls um 2,7 Prozent auf 726 Millionen Euro.
Einziger Wehrmutstropfen: Der Rückgang des durchschnittlichen Kundenumsatzes/Monat (ARPU). Gegenüber dem Vorjahreshalbjahr ging der um 6,2 Prozent auf 14,8 Euro zurück. Mit 9,8 Prozent auf jetzt 24 Euro spülten besonders Vertragskunden weniger Geld in die Kasse. Grund dafür vermutlich: der O2-Kosten-Airbag, der verhinden soll, dass Leute, die viel telefonieren mehr als 50 Euro/Monat zahlen müssen. Bei den Prepaid-Kunden stieg der ARPU um 7,2 Prozent - allerdings auf verschwindend geringe 5,8 Euro/Monat.
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