Verbreiteter Handy-Klau - Tipps im Verlustfall

Mehr als zehn Millionen Bundesbürgern ist schon einmal ihr Handy abhanden gekommen. Rund sieben Millionen haben ihr Handy bereits verloren (12 Prozent aller Handy-Besitzer), vier Millionen wurden Opfer eines Diebstahls (7 Prozent). Ca. 1,2 Millionen Handy-Besitzern ist schon beides passiert: Ihnen wurde ein Handy gestohlen und sie haben ein Gerät verloren - so eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM.
Tipps im Verlustfall:
Zuerst sollte das Handy angerufen werden. Nur selten ist es tatsächlich weg. Ist der Verlustfall dennoch eingetreten: SIM-Karte sperren lassen. So können Unbefugte nicht mit dem Handy-Anschluss telefonieren. Für die Sperrung haben die Mobilfunkanbieter Service-Rufnummern eingerichtet. Diese Nummern sind auf den Internetseiten der Anbieter sowie in den Vertragsunterlagen zu finden. Alternativ ist eine Sperrung über die Online-Kundenportale möglich. Handyrufnummer und SIM-Kartennummer und Kundenkennwort findet man in den Vertragsunterlagen. Die Kartennummer ist auf der SIM-Karte vermerkt, die im Handy steckt. Notwendigen Daten sollten griffbereit sein. Die Sperrung der alten und Zusendung einer neuen SIM-Karte fallen kostet oft 20-30 Euro. Zu den Informationen, die man am besten direkt nach dem Kauf notiert, zählt die "International Mobile Equipment Identity" (IMEI). Mit dieser Seriennummer kann das Telefon eindeutig identifiziert werden. Die 15-stellige Nummer ist auf dem Typenschild des Handys zu finden, meist unter dem Akku. Manche Handys zeigen die IMEI-Nummer auch unter dem Menüpunkt Telefoneinstellungen an. Einfacher ist es, die Tastenkombination "Stern-Raute-Null-Sechs-Raute" (*#06#) einzutippen. Dann erscheint die IMEI im Display.
Die Hausratsversicherung zahlt in manchen Fällen
Die Hausratversicherung zahlt in speziellen Fällen, z. B. wenn das Telefon bei einem Wohnunungseinbruch oder -brand abhanden gekommen ist. Sie springt ebenfalls ein, wenn die Herausgabe des Handys bei einem Raubüberfall erzwungen wurde und dieses der Polizei gemeldet wurde. Wem dieser Schutz nicht ausreicht, sollte Handy-Versicherungen prüfen. Bei Smartphones kann man selbst aus der Ferne eingeifen und z.B. persönliche Daten löschen. Für das Fernlöschen gibt es Programme, die auf dem Smartphone installiert sein müssen. Beim Verlust eines Prepaid-Handys mit SIM-Karte bleiben die Handynummer und das Guthaben der Prepaid-Karte bestehen. Die automatische Tastensperre mit Geheimnummernfunktion ist für den Eigentümer des Gerätes ein zweckmäßiger Schutz vor Missbrauch durch Unbefugte. Diese Funktion sorgt dafür, dass sich das Handy selbst sperrt. Damit beim Verlust des Handys nicht alle gespeicherten Kontakte, Termine, Fotos oder Geburtstage komplett verloren gehen, sollten die Daten regelmäßig - z. B. auf dem Computer - gesichert werden. Dafür gibt es spezielle Software, mit der sHandy und Computer synchronisieren lassen. Online-Dienste wie www.mobical.net, www.memotoo.com oder www.vodafone360.com speichern die Informationen im Internet und erlauben es, von unterwegs darauf zuzugreifen.
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