Studie "Netznutzen": Was Deutsche von ihrem Mobilfunknetz wollen, wissen und erwarten

Jeder zweite Deutsche erwartet übers Handynetz einen schnellen Zugriff auf das mobile Internet. Das ist ein Ergebnis der Studie "Netznutzen", die TNS Infratest im Auftrag der Deutschen Telekom durchgeführt hat. Die Ergebnisse aus über 2000 telefonischen Interviews zeigen hohe Erwartungen, aber auch ein wachsendes Qualitätsbewusstsein für gute Mobilfunkverbindungen. Überall telefonieren zu können, gehört für fast alle Befragte zur Grundversorgung: 91 Prozent erwarten von einem guten Mobilfunknetz lückenlosen Empfang und gute Sprachqualität. Für jeden Zweiten gehört auch ein stabiler und schneller Internetzugang zum guten Mobilfunknetz. Mit den hohen Erwartungen geht ein starkes Bewusstsein für den Wert der Verbindung einher. Insgesamt ist jeder Vierte (25 Prozent) bereit, für eine verbesserte Netzqualität (stabile Verbindung und hohe Geschwindigkeit) einen höheren Preis zu zahlen. Fast jeder Vierte (23 Prozent) nutzt das mobile Internet. In den einzelnen Regionen ist der Anteil der mobilen Surfer mit 28 Prozent im Osten besonders hoch. Der Renner im mobilen Internet ist die E-Mail - deutschlandweit geben 79 Prozent an, diese Funktion zu nutzen. Von unterwegs im Netz zu surfen landet mit 75 Prozent auf Platz 2. Mit Abstand folgt auf Platz 3 die Kontaktpflege in Social Networks (jeder Dritte). Mit 21 Prozent sichern sich mobile Musik- und Videodownloads einen vierten Platz. Beim regionalen Vergleich zeigt sich, dass 84 Prozent der Norddeutschen mobil mailen und bei der mobilen Nutzung sozialer Netzwerke an der Spitze liegen. Im Westen ist surfen die Lieblingsfunktion.
Qualität oder Preis: worauf Nutzer bei der Anbieterauswahl achten
Bei der Anbieterauswahl ist für jeden Vierten (23 Prozent) die Qualität des Netzes entscheident, dicht gefolgt von der Servicequalität (19 Prozent). Mit 40 Prozent steht der Preis an der Spitze (40 Prozent), Netzqualität und Service gewinnen an Boden. Die meisten der Qualitäts- und Servicebewussten entscheiden sich für die Telekom: die Netzqualität ist dort für jeden Dritten entscheidend (36 Prozent), Preis spielt nur für ein Viertel eine Rolle. Knapp jeder dritte Deutsche (31 Prozent) weiß, dass LTE eine Abkürzung für den nächsten Mobilfunkstandard ist. Nutzer erreichen damit schnelle mobile Datenübertragung mit Bandbreiten von mindestens 3 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Am besten wissen die Ostdeutschen Bescheid: knapp 40 Prozent kannten die richtige Antwort - in Norddeutschland tippt jeder Zehnte auf einen "Schnellzug". Zwei von drei Deutschen (64 Prozent) wussten, dass es sich bei Apps um spezielle Programme zur Nutzung auf dem Handy handelt. Bei unter 30-Jährigen gehört dieser Begriff mit 92 Prozent richtigen Antworten zur Allgemeinbildung.
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