Nokia: Festhalten an der Plattform Symbian

09.11.10

Für die Smartphone-Plattform Symbian beginnt eine neue Ära - jedenfalls wenn man der jüngsten Pressemeldung des finnischen Nokia-Konzerns Glauben schenkt. Gerade hatte die Symbian Stiftung angekündigt, sich aus den aktuellen Entwicklungen der Plattform zurückzuziehen und sich lediglich auf die Vergabe von Lizenzen zu beschränken. Heute bestätigte der Nokia-Konzern, die Entwicklungen der Symbian Platform fortzuführen und weiter zu investieren. Symbian ist die weltweit am meisten genutzte Plattform. Erwartet wird die weitere Entwicklung einer Vielzahl von Symbian-basierenden Smartphones - weltweit.

Nokia: Zukunft von Symbian-Platform hängt nicht von der Stiftung ab

"Die Zukunft von Symbian als Platform hängt nicht von der Existenz der Stiftung ab", erklärte Jo Harlow, Senior Vizepresident Nokia-Smartphones. "Die Veränderungen, die von der Stiftung angekündigt wurden, haben weder Einfluss auf die Roadmap noch auf die Auslieferungsverpflichtungen." Hunderte Millionen Smartphones liefen bereits mit Symbian, daher würde Nokia weiter für Innovation und Unterstützung dieser Plattform sorgen. Im Jahr 2008 hatte Nokia den Programmcode von Symbian geöffnet und darauf gesetzt, mit der Stiftung mehr Handy-Produzenten und Entwickler für Symbian zu gewinnen. Gerade gaben allerdings die Hersteller Sony Ericsson und Samsung die Produktion von Symbian-Mobiltelefonen auf. Die Stiftung sah die Struktur der Plattform in Gefahr und zog die Konsequenz, die Aktivitäten Mitarbeiterzahlen zurückzufahren.

Symbian führt in der Rangliste der Betriebssysteme mit 40 Prozent

Symbian hält derzeit, nach Ansicht der Marktforscher von Gartner, noch die Führung beim Smartphone-Absatz - mit 40 Prozent Marktanteil. Doch die Konkurrenz von Googles Betriebssystem Android macht dem Smartphone-Pionier schwer zu schaffen. Die offene Android-Software gewinnt neue Hersteller für sich, während Nokia als letzter wichtiger Unterstützer von Symbian übrig geblieben ist. Allerdings hat auch Nokia bereits damit begonnen, seine neuen Spitzengeräte mit anderen Betriebsystemen auszurüsten. So läuft das N900 mit dem neuen Betriebssystem Maemo. Gartner erwartet, dass zum Jahr 2014 Symbian und Android bei den Marktanteilen mit etwa 30 Prozent gleichziehen werden.


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