ITK ist Motor für Wachstum und Innovation

30.11.10

IT und Telekommunikation (ITK) sind Impulsgeber für neue Produkte und Dienste und leisten damit einen Wachstumsbeitrag für die deutsche Volkswirtschaft. Das zeigt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Danach führen 40 Prozent aller innovativen Unternehmen in Deutschland Neuerungen ein, die auf ITK beruhen. In den Jahren 1999 bis 2007 ging fast ein Viertel (23 Prozent) des deutschen BIP-Wachstums auf den Einsatz von ITK zurück. "Die Herstellung geeigneter Rahmenbedingungen muss ein Top-Thema der Hightech-Politik bleiben", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer im Vorfeld des 5. Nationalen IT-Gipfels. Wichtige Themen sind in diesem Jahr die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung, eine erleichterte Zuwanderung von Fachkräften sowie der weitere Breitbandausbau.

BITKOM-Studie: Vier von fünf ITK-Firmen führen 2010 neue Produkte ein 

Der BITKOM-Studie zufolge gehört die ITK-Branche zu den innovativsten Wirtschaftszweigen. 81 Prozent der Anbieter von Software und IT-Services sowie 78 Prozent der Hardware-Hersteller haben 2010 neue Produkte oder Dienste auf den Markt gebracht. Das ist der höchste Wert aller deutschen Branchen. "Die Palette der Neuerungen reicht von Smartphones über Tablet-PC bis zum Cloud Computing bei professionellen IT-Anwendern", sagte Scheer. Im Branchen-Ranking folgen Elektrotechnik mit 70 Prozent aller Unternehmen und Chemie- und Pharma-Industrie mit 69 Prozent. Im Maschinenbau führen 64 Prozent der Unternehmen Innovationen ein. Auch dass die ITK-Unternehmen in Deutschland 7 Prozent ihres Umsatzes für Forschung und Entwicklung aus geben, zeigt, dass die ITK-Branche innovativer ist als die gesamte Wirtschaft (2,6 Prozent). Unter den ITK-Teilbranchen liegen die Hersteller von Kommunikationstechnik mit 12,6 Prozent vom Umsatz vor den Software-Anbietern mit 9,2 Prozent. Beim 5. Nationalen IT-Gipfel kommen tausend Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Zur Vorbereitung arbeiten acht Arbeitsgruppen zu Themen wie E-Government, digitale Infrastrukturen oder dem Hightech-Standort Deutschland - die Breitbandstrategie und mehrere Projekte zu Bildung und Qualifikation sind daraus zuvor hervorgegangen. 2010 wird ein Datenschutzkodex für Geodatendienste vorgelegt. Beim diesjährigen IT-Gipfel geht es darum, den Aufbau digitaler Infrastrukturen voranzutreiben. Daneben müssen Behörden und Schulen mit intelligenten Netzen fit für die Zukunft gemacht werden. In der neuen ITK-Strategie der Bundesregierung "Deutschland Digital 2015 ist der Aufbau intelligenter Netze, wie der Breitbandausbau, ein wichtiges Thema. 

 


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