BITKOM: Smartphones müssen wie ein Computer geschützt werden

Internetfähige Smartphones werden 2010 der Weihnachtsgeschäft-Renner. Grund: neue Tarifmodelle, niedrigere Anbieterpreise. Doch Sicherheitsaspekte müssen beachtet werden. Jeder fünfte deutsche Handynutzer ist mittlerweile Smartphonebesitzer, bei den 14- bis 29-Jährigen jeder Dritte. Diese Nutzer können sich Apps auf ihr Smartphone laden. Rund 19 Apps hat jeder Anwender installiert. Hatten 2009 nur 27 Prozent der Nutzer Bedenken, dass persönliche Daten ausspioniert werden könnten, sind es laut "Mobile Web Watch"-Studie der Unternehmensberatung Accenture nun 40 Prozent. Bedenkenlos surfen nur noch 9 Prozent der Nutzer im mobilen Web, 2009: 15 Prozent. Auf Smartphones sind häufig sensible Informationen und private Daten gespeichert (Datenbanken, elektronischen Postfächer, Adressbücher, Fotoalben). Der Verlust des Mobiltelefons kann schwerwiegende Folgen haben. Mehr als 10 Millionen Bundesbürgern ist ihr Handy bereits abhanden gekommen. Rund 7 Millionen haben ihr Handy verloren (12 Prozent aller Handy-Besitzer) und 4 Millionen wurden Opfer eines Diebstahls (7 Prozent). 1,2 Millionen Handy-Besitzern ist sogar schon beides passiert. BITKOM rät zu Sicherheitsmaßnahmen:
1. Werkseitige Sicherheitseinstellungen nutzen! Smartphones werden grundsätzlich mit Sicherheitseinstellungen ausgeliefert. Diese dürfen jedoch nicht deaktiviert werden und sollten mit Updates versehen werden.
2. Apps nur aus sicheren Quellen beziehen! Das Installieren von Apps kann unter Sicherheitsaspekten problematisch sein. Anwender sollten prüfen, ob die App wirklich benötigt und sie aus vertrauenswürdigen Quellen stammen.
3. Zugriff auf notwendige Informationen beschränken! Standortinformationen, wie z. B. der Zugriff auf das GPS-System sollte z.B. nur Routenplanern erlaubt sein.
4. Vorsicht mit "Hacking-Tools"! Hacking-Tools hebeln Sperren der Geräte aus, können aber auch zu Sicherheitsrisiken führen.
5. Bluetooth- und WLAN-Funktion nicht ständig einschalten! Die Bluetooth- oder WLAN-Funktion sollte nur bei Bedarf eingeschaltet sein. Über offene Bluetooth-Schnittstellen können Fremde ansonsten unbemerkt Daten auslesen.
6. Rechnung stets aufmerksam kontrollieren! Außerdem sollten Nutzer stets ihre Rechnungen nach zweifelhaften Abbuchungen kontrollieren.
7. Daten für den Verlustfall verschlüsseln! Die Daten auf dem Smartphone sollten mit Kennwörtern oder Sicherheitssoftware verschlüsselt werden.
8. Bei Ausmusterung des Handys alle Daten löschen! Wird ein Smartphone ausgemustert, sollten sämtliche Daten gelöscht werden.
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