Videotelefonie wird immer beliebter: Bereits 7 Millionen telefonieren mit Bild

10.02.11

Bereits 7 Millionen Bundesbürger wollen ihrem Gesprächspartner beim Telefonieren in die Augen schauen und nutzen dazu Videotelefonie, wie z. B. Skype - so eine Umfrage des Hightech-Verbandes BITKOM. "Die vorhandenen Angebote sind in den meisten Fällen äußerst einfach zu bedienen und kostenfrei", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Es fallen nur die üblichen Kosten für die Internetverbindung an. Besonders beliebt ist Videotelefonie bei Menschen in der Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren: Jeder Fünfte (21 Prozent) nutzt Videotelefonie-Angebote. Fast jeder vierte Schüler und Student (23 Prozent) telefoniert mit Bild über das Internet. Mit dem Boom bei Smartphones und Tablet-PCs bei gleichzeitiger Verfügbarkeit von Breitband dürfte die Nachfrage nach Videotelefonie weiter zunehmen. "Videotelefonie auf mobilen Endgeräten wird ein Megatrend", so Scheer. Viele Anbieter bringen bereits Smartphone Anwendungen auf den Markt. Doch auch internetfähige Fernseher ermöglichen Videotelefonie. BITKOM beantwortet Fragen zur Videotelefonie:

Welche technischen Voraussetzungen benötigt man, um Videotelefonie nutzen zu können? Für Videotelefonie ist ein schneller Internetzugang per DSL, TV-Kabel, Glasfaser oder Funk notwendig. Langsame Internetverbindungen werden oft nicht unterstützt oder bieten nur eine unzureichende Bildqualität. Wer am PC telefoniert, braucht Kopfhörer mit Mikrofon und eine Webcam. Bei vielen Notebooks ist diese bereits integriert oder über einen USB-Anschluss anzuschließen.
Welche Kosten entstehen bei Videotelefonie?
Nutzer sollten über einen schnellen Internetzugang zum Pauschalpreis verfügen. Kostenfrei kann so - mit guter Qualität - im Internet über Sofortnachrichten-Dienste, wie zum Beispiel Skype, Windows Live Messenger, FaceTime oder Google kommuniziert werden.
Auf welche Merkmale eines Dienstes sollte der Kunde bei der Wahl des richtigen Anbieters achten?
Entscheidend sind Zielgruppen des Angebotes und die genutzten Endgeräten - Smartphone oder Computer. Da viele Angebote kostenlos sind, kann man gut vergleichen. Es sollte berücksichtigt werden, welcher Dienst von den meisten Gesprächspartnern genutzt wird.
Müssen die Teilnehmer die gleichen Anbieter nutzen?
In der Regel ist es Voraussetzung für Videotelefonie, dass beide Gesprächspartner denselben Anbieter nutzen. Wer ein Angebot von  FaceTime nutzt, kann Skype-Nutzer nicht erreichen.
Wie gut funktioniert mittlerweile Videotelefonie auf dem Smartphone?
Dort wo eine ausreichende UMTS-Abdeckung oder eine gute WLAN-Funkzelle zur Verfügung steht, ist gute Videotelefonie mit dem Smartphone möglich.
Wie sicher sind Skype und Co. vor Viren?
Die Sicherheit hängt von der Sicherheit des Computers ab - regelmäßig Virenschutz und Firewall aktualisieren, Sicherheitseinstellungen des Routers aktivieren.
Können Videotelefonie-Gespräche abgehört werden?
Viele Videotelefonie-Angebote sind verschlüsselt und genauso sicher wie Telefonie ohne Bild.


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