Kräftige Erholung nach dem Krisenjahr 2009 - Hightech-Exporte steigen 2010 um 18 Prozent

Die Hersteller von Informations- und Kommunikationstechnik (ITK) in Deutschland haben ihre Exporte im Jahr 2010 um 18 Prozent auf 30,3 Milliarden Euro gesteigert. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM in Berlin mit. "Hightech made in Germany ist international gefragt", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Im Krisenjahr 2009 waren die Ausfuhren von ITK-Waren noch um 23 Prozent eingebrochen. Im Laufe des Jahres 2010 erholte sich das Export-Geschäft wieder. Den stärksten Zuwachs erzielten die Produzenten von Kommunikationstechnik wie Telefonapparaten oder Netzwerken mit plus 35 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Die Ausfuhren von IT-Hardware (Computer, Drucker, Zubehör etc.) legten im Vergleich zu 2009 um 14 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro zu. Die Exporte von Unterhaltungselektronik sind um 5 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gestiegen.
Ausfuhren von Kommunikationstechnik wachsen am stärksten
Der BITKOM rechnet damit, dass die Exporte im Jahr 2011 wieder das Vorkrisenniveau erreichen werden. Größter Abnehmer deutscher ITK-Produkte: Großbritannien (Volumen: 2,7 Milliarden Euro - 2010 - plus 4 Prozent), gefolgt von Frankreich (2,6 Milliarden Euro - plus 17 Prozent). Danach folgen die Niederlande mit 23 Prozent (2,1 Milliarden Euro) und Italien mit plus 16 Prozent (1,8 Milliarden Euro). Auf Platz fünf liegt Österreich mit plus 8 Prozent (1,7 Milliarden Euro). "Die EU ist und bleibt der wichtigste Abnehmer von Hightech-Produkten aus Deutschland", betonte Scheer - gefolgt von US-Käufern mit einem Volumen von 1,3 Milliarden Euro.
Deutscher Export geht nach Europa, Importe kommen aus Asien
Einen starken Anstieg verzeichneten die Einfuhren von Hightech-Produkten. Im Jahr 2010 wurden ITK-Waren im Wert von 47 Milliarden Euro importiert - Zuwachs von 22 Prozent verglichen mit 2009. Damit liegen die Einfuhren heute bereits auf dem Niveau vor der Krise. Im Jahr 2009 ging das Einfuhrvolumen um 18 Prozent auf 38,6 Milliarden Euro zurück. Mit Abstand größter Lieferant von Hightech-Produkten ist China. Aus China sind im Jahr 2010 ITK-Waren im Wert von 18,9 Milliarden Euro eingeführt worden. Das Plus beträgt 35,5 Prozent. Platz zwei belegt Korea mit einem Einfuhrvolumen von 2,8 Milliarden Euro (plus 11 Prozent), gefolgt von den Niederlanden mit 2,6 Milliarden Euro (plus 2 Prozent). Scheer: "Die asiatischen Länder, allen voran China, haben ihre starke Position als Produzenten technologisch hochwertiger Geräte und Bauteile ausgebaut." Die USA - mit 2 Milliarden Euro Importvolumen auf Platz fünf - lieferten als einziges Land unter den Top-10 3 Prozent weniger ITK-Güter nach Deutschland.
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